EINLADUNG I STAND Halle 3 Stand H3/S23
KPM KARL PETER MULLER-PREIS FÜR KUNSTNACHLÄSSE
Erstmalig auf der art karlsruhe, täglich Live-Events und Expertengespräche

Liebe Freundinnen und Freunde der Akademischen Werkstätten e. V. und von KPM,

Nachlass als Möglichkeit: Künstlerische Nachlässe bewahren, gestalten, weitergeben. Kunst im Müllcontainer? Was bleibt? – Künstlernachlässe als kulturelle Herausforderung.

Viele Künstlerinnen, die außerhalb des etablierten Kunstmarkts arbeiten, stellen sich früher oder später die Frage: Wie überlebt mein Werk? Spätestens Nachkommen oder Nachlassverwalter:innen stehen vor der Aufgabe, Kunstwerke zu dokumentieren, zu bewahren und zugänglich zu machen. Oft überfordert diese Verantwortung – Archive sind überfüllt, Nachlässe verschwinden in Depots, feuchten Kellern oder werden sogar entsorgt.

Dem setzen Josefine Müller mit den Akademischen Werkstätten e.V. in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe und der art karlsruhe den KPM Karl Peter Muller-Preis für Kunstnachlässe entgegen. Der jurierte Preis, benannt nach dem Künstler und Grenzgänger Karl Peter Muller (1935–2000), würdigt den verantwortungsvollen Umgang mit künstlerischem Erbe und setzt ein Zeichen für den nachhaltigen Erhalt kultureller Werte. Die Ausschreibung erfolgt auf der art karlsruhe.

Start der Ausschreibung: 5. Februar 2026, Einsendeschluss: 31. Juli 2026 (Poststempel).
Teilnehmen können Künstlerinnen und Künstler, Nachlassverwalterinnen und Nachlassverwalter sowie Erbinnen und Erben aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe, die Projekte zur Bewahrung, Dokumentation und Präsentation von Nachlässen der Bildenden Kunst einschließlich der Bildhauerei unterstützen.

Ziele & Auszeichnung
Gefördert werden Konzepte, die das künstlerische Erbe sichtbar und zugänglich machen – z. B. durch:
* Werkverzeichnisse
* Internetpräsenz
* Ausstellungen
* Kooperationen mit Museen, Stiftungen und Vereinen
* Auch der Umgang mit Vorlässen kann ausgezeichnet werden.

Dotierung
* 5.000 € Preisgeld
* Präsentation des Nachlasses 2027
* Kostenfreie Beratung durch den Bundesverband Künstlernachlässe e. V. (BKN)

Stand Halle 3 Stand H3/S23
Die Akademischen Werkstätten e. V. und der Bundesverband Künstlernachlässe e. V. sind auf der Messe mit einem Stand vertreten und bieten dort tägliche Expertengespräche und Live-Events an.

Programm
Donnerstag, 5.2.26 16.00–17.00 Uhr
Gespräch mit Dr. Friederike Hauffe, Kunsthistorikerin, Studienleitung Werk- und Nachlass-Management, Hochschule der Künste Bern. „Werk-und Kunstnachlassmanagement – Bedeutung und Relevanz“.
Um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Schreddern oder sichern? – Sie entscheiden!“

Freitag, 6.2.26 16.00–17.00 Uhr
Stefanie Patruno, Direktorin Städtische Galerie Karlsruhe, Stadt Karlsruhe – Kulturamt. Umgang mit Kunstnachlässen im Museum und deren regionale Bedeutung.
Um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Sie entscheiden! Schreddern oder sichern“

Samstag, 7.2.26 11.00–12.00 Uhr
Gespräch mit Dr. Ralf Holtzmann, erster Preisträger des KPM Karl Peter Muller-Preises 2023 für sein Konzept für den Nachlass von Gisela Conrad. „Was hat der Preis bewirkt?“
Ankündigung und Ausschreibung des KPM Karl Peter Muller-Preises für Kunstnachlässe 2026.
Um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Schreddern oder sichern? – Sie entscheiden!“

Sonntag, 8.2.26 16.00–17.00 Uhr
Gespräch mit Silvia Köhler Vorständin Bundesverband Künstlernachlässe und Stiftung Künstlernachlässe Mannheim. Herausforderungen und die Bedeutung ihrer Arbeit – ein Versuch, Lobbyarbeit zu dem Thema auf Bundesebene zu machen.
Um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Schreddern oder sichern? – Sie entscheiden!“

Täglich
Am Stand Josefine Müller, Vorständin Akademische Werkstätten e. V., Nachlassverwalterin und Initiatorin des KPM-Preises für Kunstnachlässe. „Warum es diesen Kunstpreis braucht“

Live-Event: „Schreddern oder sichern? – Sie entscheiden!“
Jedes Kunstwerk ist einmalig und unersetzlich. Doch wie rettet man es? Keine Kopie ist so gut wie das Original, denn sie bleibt seelenlos. Dabei ist das Original vielen Gefahren ausgesetzt: z. B. gefräßige Insekten, Pilze, Licht, Feuchtigkeit oder durch den Menschen selbst. Werden Sie Retter, Beschützer und Bewahrer. Denn indem Sie Kunst erhalten, erhalten Sie auch ein Stück Kultur- und Zeitgeschichte. Kommen Sie zum Messestand und entscheiden Sie selbst, ob Sie ein Kunstwerk von KPM auf Basis einer freiwilligen Spende retten oder ob Sie die Papierarbeit um 17.00 Uhr im Schredder eigenhändig vernichten. Die Erlöse kommen der Initiative des KPM-Preises für Kunstnachlässe zugute.

Hintergrund
Karl Peter Muller (1935–2000) – ein Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Zeitgeschichte. Der nach ihm benannte Preis würdigt sein Vermächtnis. Die von ihm 1993 gegründeten Akademischen Werkstätten e. V. bewahren sein Werk und fördern heute – unter der Leitung seiner Tochter Josefine Müller sowie Familie und Freunden – den Dialog zwischen Kunst und Nachlasspflege.
Der Bundesverband Künstlernachlässe e.V. (BKN) ist ein Dachverband für regionale Institutionen, Vereine und Stiftungen, die Nachlässe bildender Künstlerinnen und Künstler erfassen, erforschen, vermitteln und/oder sammeln und auf diese Weise zur Bewahrung des kulturellen Erbes beitragen.

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