
Erstmalig auf der art karlsruhe
05. – 08. Februar 2026 | Messegelände Karlsruhe

Künstlerische Nachlässe bewahren, gestalten, weitergeben
Künstlerische Nachlässe entstehen über viele Jahre – in Ateliers, in Archiven, in Gesprächen. Immer beteiligt sind Menschen, die dieses Werden begleiten: Künstlerinnen und Künstler selbst und diejenigen, die Werke ordnen, dokumentieren, vermitteln oder mit neuen Ideen zugänglich machen.
Ob zu Lebzeiten oder nach einem Erbfall: Die Verantwortung für ein Lebenswerk wirft viele Fragen auf. Wie strukturiert man einen Nachlass?
Was ist relevant? Wie bleibt ein Werk für die Zukunft lebendig?
Und welche kreativen Lösungen können anderen als Vorbild dienen?
Gerade hier entstehen heute beeindruckende Projekte und Engagements, die nicht nur bewahren, sondern Nachlassarbeit neu denken – professionell, künstlerisch, experimentell.
Um diese Arbeit sichtbar zu machen, wurde der KPM Karl Peter Muller – Preis für Kunstnachlässe von den Akademischen Werkstätten e. V. ins Leben gerufen. Ausgezeichnet werden Personen, Initiativen und Projekte, die mit besonderer Sorgfalt und Kreativität künstlerische Nachlässe begleiten und damit inspirierende Beispiele setzen.
Der jurierte Preis würdigt Engagement, Innovationskraft und die Bedeutung künstlerischer Lebenswerke – und setzt ein Zeichen für ihren nach haltigen Erhalt und ihr Weiterwirken.
Start:
05. Februar 2026
Einsendeschluss:
31. Juli 2026 um 20 Uhr oder Poststempel
Teilnehmen können Künstlerinnen und Künstler, Nachlassverwalterinnen und Nachlassverwalter sowie Erbinnen und Erben aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe, die Projekte zur Bewahrung, Dokumentation und Präsentation von Nachlässen der Bildenden Kunst einschließlich der Bildhauerei unterstützen.
ZIELE & AUSZEICHNUNG
Gefördert werden Konzepte, die das künstlerische Erbe sichtbar und zugänglich machen – z. B. durch:
– Werkverzeichnisse
– Internetpräsenz
– Ausstellungen
– Kooperationen mit Museen, Stiftungen und Vereinen
– Auch der Umgang mit Vorlässen kann ausgezeichnet werden.
DOTIERUNG
– 5.000 € Preisgeld
– Präsentation des Nachlasses 2027
– Kostenfreie Beratung durch den Bundesverband Künstlernachlässe e. V. (BKN)
Bei Interesse laden Sie die folgenden Formulare herunter und senden Sie die Unterlagen anschließend per E-Mail oder auf dem Postweg ein.
Karl Peter Muller (1935–2000) – ein Grenzgänger zwischen Kunst, Gesellschaft und Zeitgeschichte. Der nach ihm benannte Preis würdigt sein Vermächtnis. Die von ihm 1993 gegründeten Akademischen Werkstätten e. V. bewahren sein Werk und fördern heute – unter der Leitung seiner Tochter Josefine Müller sowie Familie und Freunden – den Dialog zwischen Kunst und Nachlasspflege.

»Kunst verschwindet nicht,
wenn sie geteilt und
weitergegeben wird.«
Karl Peter Muller
+49 (0)172 8984727 · info@kpmuller.com
Schriftliche Bewerbungen an:
Josefine Müller · Paosostr. 32 · 81243 München
Weitere Informationen:
www.kpmuller.com · www.art-karlsruhe.de
www.bundesverband-kuenstlernachlaesse.de
Spendenkonto:
VR Bank Südpfalz Konto
IBAN DE18 5486 2500 0102 1104 40, BIC GENODE61SUW

Gespräch mit Dr. Friederike Hauffe, Kunsthistorikerin, Studienleitung Werk- und Nachlass-Management, Hochschule der Künste Bern. „Werk-und Kunstnachlassmanagement – Bedeutung und Relevanz“
um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Schreddern oder sichern? – Sie entscheiden!“
Stefanie Patruno, Direktorin Städtische Galerie Karlsruhe, Stadt Karlsruhe – Kulturamt. Umgang mit
Kunstnachlässen im Museum und deren regionale Bedeutung.
um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Sie entscheiden! Schreddern oder sichern“
Gespräch mit Dr. Ralf Holtzmann – Erster Preisträger des KPM Karl Peter Muller Preises 2023 für sein Konzept für den Nachlass von Gisela Conrad. „Was hat der Preis bewirkt?“
Ankündigung und Ausschreibung des KPM Karl Peter Muller Preises für Kunstnachlässe 2026. um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Schreddern oder sichern? – Sie entscheiden!“
Gespräch mit Silvia Köhler Vorständin Bundesverband Künstlernachlässe und Stiftung Künstlernachlässe Mannheim. Herausforderungen und die Bedeutung ihrer Arbeit – ein Versuch, Lobbyarbeit zu dem Thema auf Bundesebene zu machen.
um 17.00 Uhr anschließender Live-Event „Schreddern oder sichern? – Sie entscheiden!“
Am Stand Josefine Müller, Vorständin Akademische Werkstätten e.V., Nachlassverwalterin und Initiatorin des KPM Preises für Kunstnachlässe. „Warum es diesen Kunstpreis braucht“
Jedes Kunstwerk ist einmalig und unersetzlich. Doch wie rettet man es?
Keine Kopie ist so gut wie das Original, denn sie bleibt seelenlos. Dabei ist das Original vielen Gefahren ausgesetzt: z.B. gefräßige Insekten, Pilze, Licht, Feuchtigkeit oder durch den Menschen selbst. Werden Sie Retter, Beschützer und Bewahrer. Denn indem Sie Kunst erhalten, erhalten Sie auch ein Stück Kultur- und Zeitgeschichte.
Kommen Sie zum Messestand und entscheiden Sie selbst, ob Sie ein Kunstwerk von KPM Karl Peter Muller auf Basis einer freiwilligen Spende retten oder ob Sie die Papierarbeit um 17.00 Uhr im Schredder eigenhändig vernichten. Die Erlöse kommen der Initiative des KPM Preises für Kunstnachlässe zugute.

Akademische Werkstätten e.V.
Wir verwenden Cookies, um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern.
Cookie Informationen Cookies akzeptieren
